Freudsames: „Männer & Frauen“

Freudsames: „Männer & Frauen“

Männer kommen vom Mars, Frauen von der Venus

Es herbstelt, frühere Dunkelheit, kühl draußen – öfter gemütliches Daheimsein und das je nach Lust, Laune und Gelegenheit vielleicht auch mal zu zweit, mit dem/der Angetrauten oder PartnerIn… dazu fallen mit diesmal die so bekannten Wesensunterschiede der Geschlechter ein, über die sich trefflich Freudsames schreiben lässt 🙂

Vorweg gesagt:
Sie finden viel über das hier Geschriebene in dem Buch „Men are from mars, women are from Venus“ (John Gray, 1992) – und: ja, einen netten kleinen Vortrag dazu (in Englisch und von ihm selbst) finden Sie auch auf YouTube. Oder aber Sie halten es wie ich und schätzen Vera Birkenbihl sehr, die sich in ihrem hörenswerten und amüsanten Vortrag über Männer und Frauen u.a. auch auf John Gray bezieht, das aber in Deutsch, der komplette Vortrag dauert allerdings über 2 Stunden, hier der Link: https://www.youtube.com/watch?v=PIKuDKxyc24

Interessant an den Gesprächen in Langzeitbeziehungen (liest sich schon sehr romantisch) ist nicht selten, wie selten sie zustande kommen und zwar so, dass nachher beide Seiten sagen (würden), dass das richtig schön war oder gut. Was eigentlich nicht verwundern müsste, wenn man manche Unterschiedlichkeiten beachten würde.

Dazu ein kleiner unrepräsentativer Test:

  • Was glauben Sie, lässt eine Frau „geheimnisvoll“ anziehend wirken?

Nun, das Aussehen lasse ich mal vorübergehend beiseite, was ich aber nicht sollte. Denn es gibt Studien (von Männern an männlichen Probanden durchgeführt), die klar belegen:
der Mensch ist überwiegend „Augentierchen“. Optische Eindrücke sind also wichtig. Ich lasse das aber mal beiseite und dann eröffne ich Ihnen: wenn sie eher wenig redet!

  • Und umgekehrt, was finden Frauen an Männern anziehend, im Gespräch?

Erraten: wenn er eher wenig redet. Aber aus ganz anderen Gründen: Frauen vermuten dann, dass ihr Gegenüber ein guter Zuhörer sei! Und DAS ist es, was ihnen sehr wichtig ist. Weil sie nämlich ausgesprochen gerne reden. (Ja, das Aussehen ist auch relevant, aber Frauen sind auch sehr stark „Ohrentierchen“, sie hören gerne, also die Stimme wäre wichtig….)

Mars? Venus?

Und wo wir schon mitten im Thema sind: in der o.e. Buchtheorie imaginieren wir, dass Frauen und Männer ursprünglich auf anderen Planeten gelebt haben, bevor sie hier auf der Erde aufeinandertrafen. Diese Planeten waren so verschieden, wie ihre Bewohner unterschiedlich. Hat ein Marsmann ein Problem, dann löst er es gern alleine. Er zieht sich dafür eine Weile zurück – in seine Höhle. Das wird von allen Marsmännern respektiert und verstanden. Wenn er eine Frage hat, wird er sich aktiv an jemanden wenden. Rat ungefragt anzubieten ist unhöflich (auf dem Mars)! Und vor der Höhle zu warten, wann er endlich raus kommt, ebenfalls.

 

Auf der Venus gibt es keine Höhlen – dort gibt es Redekreise. Und unter Venusianerinnen ist selbstverständlich, dass man redend denkt (Frauen können auch sonst mehreres zugleich, jedenfalls eher, als Männer – dazu gibt es Studien), man dreht sein Thema und Problem also es aussprechend und betrachtet es so aus unterschiedlichen Winkeln; außerdem teilt man das oft mit anderen Frauen. Man muss dazu nicht mal an jemanden herantreten, weil es sowieso ungeschriebenes Gesetz ist, dass man „reden und zuhören“ anbietet, ungefragt!

Und nun eine kleine Geschichte aus dem Erdenalltag:

er kommt heim und schaut anders drein als üblich, eher ernster. Sie „Was ist denn?“ Er „Nichts.“ Sie „Aber ich seh doch, dass du was hast…“ Er „Nein, nicht so wichtig.“ (Sie hört: ja, aber ich will es nicht mit dir teilen.) Dann geht er womöglich in den Hobbykeller oder verkriecht sich unter ein Auto („Höhle“). Sie ist inzwischen schon sehr beunruhigt. Möglicherweise kommt er dann später und sagt, er geht kurz zu einem Freund (oder mit dem auf ein Bier, wenn man es gern klassisch hört). Und dort werden vielleicht nur recht wenig Worte zum Problem gewechselt, eine Weile später kommt er in recht guter Stimmung heim. Sie ist inzwischen demonstrativ wortarm oder jedenfalls unglücklich, denn so ein Verhalten wäre auf der Venus ein klarer Vertrauensbruch! Es sagt nämlich etwas aus über die Beziehung – und nicht über ein Sachproblem (auf der Venus). Und wenn nun er (sehr verspätet, denn bei Frauen ist timing wesentlich, oft reicht dann ganz wenig Aufwand) sagt, es sei doch eh nur das altbekannte Problem XY gewesen – berührt er also das mittlerweile-Problem für sie nun gar nicht. Denn auf der Venus ist man füreinander da, wissend, dass manche Themen wie Gezeiten sind, immer wieder kommen, ganz natürlich. Wohingegen am Mars es Ehrensache ist, ein Problem womöglich gut und idealerweise ein-für-allemal zu erledigen.

Also dann…. Viel Entdeckungsfreude an- und miteinander, bleiben Sie humorvoll und nutzen Sie mal Dolmetscher oder zumindest Wörterbücher, wenn Ihnen der Partner/die Partnerin mal wie ein Alien vorkommt.

Er ist es! Und sie auch.

 

mit lieben Grüßen für den Herbst
Dr. Eva Sauberer

 

Peter Sauberer

Evas Website-Admin

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