mein Vorgehen

Als Ärztin für Allgemeinmedizin lege ich großen Wert darauf, dass vor Beginn jeder Behandlung alle in Frage kommenden Therapieoptionen in Betracht gezogen werden – schulmedizinische genauso wie komplementärmedizinische (homöopathische oder andere) – oder die Möglichkeiten von Fachkollegen.

Hierbei ist oft auch die Zusammenarbeit mit z.B. dem jeweiligen Hausarzt/Hausärztin sehr sinnvoll und wohl für alle Beteiligten wünschenswert.

Meine Sichtweise auf Krankheit und Gesundheit ist eine systemisch-lösungsorientierte. Dem (Mono)Kausalitätsdenken stehe ich skeptisch gegenüber, die dynamischen Beziehungen lebender Systeme erweisen sich als für mich wesentlich hilfreicher in der Betrachtung.

Viele Elemente der Hypnotherapie (nach Milton Erickson und Gunther Schmidt) lasse ich einfließen, gelegentlich wende ich auch autopoietische Aufstellungsarbeit bzw. Ich-Selbst Arbeit (nach Siegfried Essen) im Einzelsetting an oder Systemische Strukturaufstellungsarbeit (nach Matthias Varga von Kibéd).

Aktuelle neurobiologische und neurophysiologische Erkenntnisse (Gerald Hüther et al.) wende ich selbstverständlich ebenso an, wie Sie auch manches von Frank Farrelly (Provokative Therapie) und dem Wissen der „Twisted hairs“ (nordamerikanischer Schamanismus) wiederfinden können.

Es stellt sich darum für mich immer auch die Frage: „Was an der Krankheit will heilen?“

So gesehen sind „Krankheiten“ immer auch Lösungsversuche eines lebendigen Systems.

Dieser Weg ist nur dann gemeinsam mit dem Patienten zu beschreiten, wenn in der Begegnung von Patient und Arzt bereits das Similie-Prinzip spürbar wird, also genügend Resonanz entstehen konnte, um den Boden für das weitere Vorgehen zu bereiten.

Kein fachliches Know-How kann diesen ersten Schritt überspringen, der sowohl aus Wissen als auch aus Haltung und Einstellung getan wird – und bei dem der Arzt selber als Mensch voll involviert ist.

Mein weiteres Vorgehen als Homöopathin erfolgt nach den Regeln der Klassischen Homöopathie und bedingt, dass nun die Frage im Raum steht: „Was ist hier, bei diesem Patienten und seiner Geschichte und seinen Beschwerden, das zu-Heilende?“

Ich gehe sehr lösungsorientiert vor und arbeite mit Methoden der Allgemeinmedizin, der Homöopathie und mehrerer psychotherapeutischer Richtungen, ev. unter Einbeziehung anderer Fachkollegen,  zu einer individuellen Lösung hin – nicht primär von der Krankheit/Beschwerde weg! Vielfach klingen hier Themen aus der Prävention mit an, z.B. Lebensstil, Ernährung oder Psychohygiene.

Die Metapher: „das Sammeln von Puzzlesteinchen zu einem großen Bild“ ist an dieser Stelle sehr passend.

Hierbei sind alle meine Sinne und Lebenserfahrung gefordert, neben der Gesprächsführung geht es auch um klinische Untersuchung und gegebenenfalls Einbeziehung von Befunden; all das variiert von Fall zu Fall, je nach Notwendigkeit der Situation und Fragestellung.