FAQ – häufige Fragen

Frage & Antwort

Wird Klassische Homöopathie von den Krankenkassen bezahlt?

Von den gesetzlichen Krankenkassen wird Homöopathie bisher nicht bezahlt. Viele Zusatzversicherungen übernehmen die Kosten mittlerweile, und die Nachfrage steigt.

 

Muss ich alle anderen Medikamente absetzen, wenn ich Homöopathische Arzneien nehme?

Keinesfalls! Grundsätzlich werden Sie vor Beginn der Therapie befragt, welche Medikamente Sie bereits nehmen.

Sie sollten allerdings keine zusätzlichen, neuen Medikamente nehmen, wenn Sie gerade in homöopathischer Behandlung stehen, ohne Ihren Homöopathischen Arzt zu informieren.
Im Einzelfall kann immer besprochen werden, was gut kompatibel ist.

 

Hat Homöopathie Nebenwirkungen?

Alles, was erwünschte Effekte hat, kann auch unerwünschte Effekte haben – die Einteilung in Wirkung/Nebenwirkung ist willkürlich und bedeutet lediglich: erwünscht/unerwünscht.

 

Kann ich „zu viel“ an Arzneien einnehmen und was, wenn es passiert?

Homöopathie wirkt als Regulationstherapie nicht-chemisch (ab einer Potenz von D30), eine Vergiftung ist darum nicht möglich und bei sachgemäßer Anwendung gibt es auch keine Einschränkungen der Verträglichkeit, weder bei Säuglingen noch bei Schwangeren, weder bei Patienten mit schweren Organschädigungen noch bei sehr alten Menschen.

Möglich sind ungewollte „Arzneimittelprüfungen“ bei unsachgemäßer Einnahme.  Darum gehört auch diese Therapieform in die Hände von dafür ausgebildeten Ärzten/Innen und nur nach Absprache angewandt. Vor allem auch nie mit Hochpotenzen als „Eigentherapie“.

 

Was sind Komplexmittel?

Klassische Homöopathie verwendet ausschließlich Einzelarzneien – aus klar nachvollziehbaren Gründen individuell gewählt.

Im Akutfall und bei Eigentherapie haben sich manche Mittel jedoch so bewährt, dass man sie in niedriger Potenz zu „Komplexmitteln“ zusammengefasst hat und nach bestimmten Indikationen geordnet.
Von der Auswahl her ist das also im Grunde „Schulmedizin mit homöopathischen Mitteln“ –
Wenn man einige Regeln beachtet, kann das allerdings im Akutfall sehr hilfreich sein.

Persönlich komponiere ich gelegentlich individuelle Komplexmittel für meine PatientInnen.

 

Ist Homöopathie eigentlich dasselbe wie Phytotherapie?

Nein, Phytotherapie verwendet nur Pflanzen als Ausgangssubstanz für Medikamente und diese werden auch nicht potenziert.

Homöopathie verwendet Substanzen tierischen, pflanzlichen und mineralischen Ursprungs (neben noch anderen) und diese werden nach genauen Kriterien verdünnt und verschüttelt – das ist der Vorgang des sog. Potenzierens.

Außerdem sind die Auswahlkriterien für eine Arznei entscheidend – bei Phytotherapie wird nicht nach dem „Ähnlichkeitsprinzip“ (similia similibus) gewählt.

 

Wie finde ich einen Klassisch-Homöopathisch ausgebildeten Arzt?

Ärzte mit abgeschlossener Diplomausbildung in Homöopathie sind in den regelmäßig aktualisierten Listen der Österr. Homöopathischen Gesellschaft (ÖGHM) und der Ärzte für Klassische Homöopathie (ÄKH) genannt – Sie können diese Listen unter http://www.oeghm.at und http://www.aekh.at einsehen.

Entscheidend sollte neben der fachlichen Qualifikation auch der persönliche Eindruck sein –
Sie sollen sich angenommen und verstanden fühlen, es muss Zeit sein, alle für Sie relevanten Fragen zu stellen. Nur dann können Sie mit Ihrem Arzt einen gemeinsamen Weg einschlagen.